In der Lebensmittelindustrie werden uns alle paar Jahre durch kostenintensive Marketingmaßnahmen bestimmte Substanzen und Nährstoffklassen als Heilsbringer für unsere Gesundheit verkauft. Häufig handelt es sich dabei um viel Lärm um Nichts.

Bei den Superfoods scheint sich aus wissenschaftlicher Sicht hingegen die Sachlage ein wenig anders darzustellen. Wobei auch hier vorab festzuhalten ist, dass der Begriff Superfood nach wie vor nicht klar definiert ist und man im weitesten Sinne fast jedes essbare Lebensmittel diesem Begriff zuordnen könnte.

Denn unter Superfood sind lediglich Lebensmittel zu verstehen, die über eine besonders hohe Nährstoffdichte verfügen und darüber hinaus meist pflanzlicher Natur sind.

Anders formuliert bedeutet das im Klartext, dass die klassischen Superfoods aufgrund zahlreicher Vitamine und Mineralstoffe sowie weiteren Inhaltsstoffen (etwa Antioxidantien wie Carotinoide als sekundäre Pflanzenstoffe) dicht gepackt sind und somit allerlei positive Effekte auf unsere Gesundheit haben können.

Das wäre bislang ja auch alles schön und gut, wenn es da nicht in den letzten zwei bis drei Jahren Unternehmen gegeben hätte, die versucht haben, mittels aggressiver Netzwerkvermarktung (häufige sogenannte MLM-Vertriebe) überteuerte Nahrungsergänzungsmittel mit Superfoods auf den Markt zu bringen. Aufgrund etlicher Heilsversprechungen und grenzwertigen bis unseriösen Versprechungen haben diese Firmen einige Superfoods leider in Verruf gebracht und für eine zunehmende Verunsicherung bei Verbrauchern geführt.

Doch damit möchten wir an dieser Stelle aufräumen und Ihnen einmal drei Superfoods vorstellen, deren regelmäßige Einnahme sich tatsächlich förderlich auf Ihre Gesundheit auswirken kann.

Spirulina Pulver

Bei Spirulina platensis handelt es sich um eine Alge, die für ihren hohen Eiweißanteil bekannt ist und sehr gern für die Zubereitung der grünen Smoothies verwendet wird. Die zahlreichen Aminosäuren (das sind die chemischen Bausteine der Proteine) sind nicht nur gut für den Muskelaufbau und die Muskelregeneration. Nein, sie nehmen auch in unserem Stoffwechsel im Allgemeinen wichtige Rollen ein.

Darüber hinaus sorgt die hohe Dosis an Eisen in den Spirulina Algen zum einen dafür, dass unsere Blutbildung in Schwung kommt, zum anderen ist dieser hohe Eisengehalt allerdings auch der limitierende Faktor wenn es um die Verzehrsempfehlungen der Algen geht. Denn zu viel Eisen kann auf unseren Organismus toxisch wirken! Daher sollten Sie sich unbedingt an die Herstellerangaben auf den Verpackungen halten.

Darüber hinaus enthält das giftgrüne Pulver übrigens auch etliche Vitamine, wie insbesondere das Vitamin A, welche für den Erhalt unserer Sehkraft unabdingbar ist.

Es bleibt also festzuhalten, dass Spirulina Algen tatsächlich für unsere Gesundheit förderlich sind und gerade Sportler aufgrund des umfassenden Aminosäure-Profils von einem besseren Muskelaufbau und einer schnelleren Muskelregeneration profitieren können.

Leinsamen Öl

Leinsamen an sich sind die Samen des Flachses. Da unsere Magensäure nicht in der Lage ist, die ganzen Samenkörner zu zersetzen um somit die kostbaren Inhaltsstoffe in den Samenkernen unserem Körper zugänglichen zu machen, raten wir Ihnen, entweder die Samen zu schroten oder sofort zum fertigen Öl zu greifen.

Dieses Öl ist für unseren Organismus deshalb so wertvoll, weil es hauptsächlich aus ungesättigten Fettsäuren (das sind Fettsäuren, die über Mehrfachbindungen in ihren Kohlenstoffatomgerüst verfügen) besteht. Ohne hier im biochemischen Bereich auszuholen sei gesagt, dass diese Fettsäuren für das Herz-Kreislauf-System wichtig sind, da sie Ablagerungen in den Blutgefäßen unterbinden können.
Was Sie vermutlich nicht wissen ist die Tatsache, dass auch viele Vitamine ausschließlich lipophil (fettlöslich) sind. Das heißt, fehlen uns diese gesunden Fette, können wir Substanzen wie etwa das Vitamin C im Körper gar nicht nutzen und verarbeiten.

Daher macht es absolut Sinn, ab und an einen Esslöffel Leinsamenöl in den Salat zu geben.

Camu Camu Kapseln

Camu Camu Beeren sind bei uns in Deutschland und Österreich leider kaum als frische Beeren zu bekommen sondern lediglich als Kapseln erhältlich. Diese Beeren haben neben etlichen pflanzlichen Wirkstoffen vor allem eine ungemein gesunde Substanz in Hülle und Fülle: Vitamin C oder Ascorbinsäure wie der Wissenschaftler zu sagen pflegt. Achtung, festhalten: Der Vitamin C Gehalt in Camu Camu Beeren ist 40mal höher als in Orangen!

Somit ist eines klar: Wer in der kalten Jahreshälfte einen sinnvollen Erkältungsschutz sucht, der ist mit den Camu Camu Kapseln als Nahrungsergänzung sehr gut bedient.

Übrigens: Vitamin C unterstützt nicht nur unsere körpereigenen Abwehrkräfte. Nein, das Vitamin kurbelt auch den Stoffwechsel an und kann den Kalorienumsatz minimal anheben.